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Die weltweit besten Surf-Spots für Wellenreiter

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Sommer auf der Haut, unendliche Freiheit und eine gehörige Portion Nervenkitzel, der den Alltag vergessen lässt: Wer einmal auf einem Surfbrett gestanden hat, weiß, warum Wellenreiten süchtig macht. Um die eine, ultimative Welle zu erwischen, müssen Sie aber nicht gleich bis nach Hawaii fliegen. Unsere Liste der 12 weltbesten Spots für Surfer und Windsurfer beginnt vor unserer Haustür: Im dänischen Klitmøller.

Von Europas “Cold Hawaii” zum Beachbreak-Biest “La Gravière” in Frankreich

Gerade mal fünf Stunden von Hamburg entfernt, liegt Klitmøller an der nördlichsten Kante des europäischen Festlands. Knapp 1000 Einwohner harren hier in Dänemarks „Cold Hawaii“ aus. Die Kälte müssen Sie ernst nehmen: Den Neopren-Anzug packen Sie besser direkt mit in den Koffer und bereiten sich mental auf ein eiskaltes Bad vor. Klitmøllers Küsten eignen sich vor allem für Windsurfer, die besten Swells zeigen sich zwischen September und April. Hier finden Fortgeschrittene und Anfänger ein echtes Wassersportparadies, bestehend aus einem kurzen Abstand von flachem Gewässer zu kräftigen Nordseewellen. Ist zwischendurch mal Flaute, genießen Sie rund um den Spot malerische und erholsame Natur.

Klitmoller Küste

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Weniger Kälte, dafür Sonnenwärme und lässiges “Savoir-vivre” finden Sie an der Atlantikküste von Hossegor in Frankreich. Der in der Nähe von Biarritz liegende Ort ist das Mekka der Profi-Surfer und Party-People. Denn hier begegnen sie in der Welle “La Gravièreeinem echten Beachbreak-Biest, das den Wellen auf Hawaii in Nichts nachsteht. So einige Surfbretter hat die Atlantik-Swell auf dem Gewissen – kein Wunder, dass sich die Profis der World Surf League regelmäßig an ihr versuchen. Anfänger machen um “La Gravière” besser einen Bogen und steigen ein Stück weiter südlich entspannt auf die Bretter.

  • Empfohlene Reisezeit: Juni oder September.

Surfing USA und Rohr-Wellen vor Mexiko

Erinnern Sie sich an den legendären Hit der Beach Boys? Surf-Spots gibt es in den USA wie Sand am Meer. Ein wahres Surf-Paradies erwartet Sie am “Surfrider-Beach”, auch bekannt als Malibu Lagoon State Beach, in Malibu, Kalifornien. Von Mai bis November tümmeln sich die Anfänger wie auch die Profis des Surfsports auf kilometerlangen, breiten Sandstränden. Surfer mit Longboards und Shortboards kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten. Brauchen Sie eine Pause, erwarten Sie zahlreiche, sehr gute Restaurants entlang der Küste.

Die höchsten Wellen finden Sie in den USA am Maverick’s Beach. Der Spot liegt etwa 30 bis 35 Kilometer südlich von San Francisco entfernt. Der Big-Wave-Point glänzt mit Wellen in einer Höhe von 7,5 bis zu 25 Metern. Ein Traum für Profis. Aber auch ein Alptraum: In den letzten Jahren kam es am Maverick’s vermehrt zu Unfällen. Und das nicht nur bei den Surf-Profis. So wurden auch Zuschauer eines Surfwettbewerbs im Jahr 2010 von einer Welle verletzt: Sie erfasste die Gruppe und spülte sie in die Klippen.

Weitaus entspannter geht es am Puerto Escondido bei Oaxaca in Mexiko zu. Berühmteste Welle ist hier die “Mex Pipe”, eine Rohr-Welle am Strand Playa Zicatela. Sie erreicht bis zu zehn Meter Höhe – der Traum vieler Profi-Surfer. Puerto Escondido lädt aber auch Anfänger ein, sich hier auf dem Brett zu versuchen.

  • Empfohlene Reisezeit: April bis November.
Puerto Escondido Wellen

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Perfekte Wellen vor Südafrika und Australien

Kennen Sie den legendären Surfer-Film “Endless Summer”? Dann waren Sie mit den Augen schon vor Jeffrey´s Bay am Ostkap in Südafrika. Profi-Surfer reiten hier bis zu 12 Meter hohe Swells. Für Anfänger eignet sich Jeffrey´s Bay weniger – sie finden in der Umgebung weitaus bessere Einstiegschancen. Zum Surfen brauchen Sie dennoch gute Nerven am Jeffrey´s Bay: Das Wasser ist eiskalt und wird oft von Haien heimgesucht.

  • Beste Reisezeit: April bis September.

Den Bundesstaat Victoria, Australien, besuchen Sie am besten um die Osterzeit: Hier findet dann das “Rip Curl Pro-Festival” statt, das zu den weltweit professionellsten und spannendsten Surf-Contests gehört. Das Festival befindet sich in der Nähe der Stadt Torquay, die als Surfhauptstadt Australiens gehandelt wird. In Torquay beginnt die circa 250 Kilometer lange “Great Ocean Road”, die mehrere malerische Küstendörfer miteinander verbindet.

Surfparadiese in der Südsee

Tahiti bietet mit dem Strand von Teahupo’o einen Surf-Spot für Hartgesottene: Hier treffen die Super-Profis des Surfsports auf Monsterwellen, die tatsächlich lebensgefährlich sind. Dabei aber besonders schön anzusehen: Surfen in Teahupo’o entspricht unseren Vorstellungen aus dem Werbeprospekt.

Fünf Kilometer herrlichen Sandstrand zum Relaxen zwischen Surf-Gängen finden Sie auf Bali. Hier ist der Strand Kuta ein wahres Surfing-Paradies. Als Anfänger sind Sie hier gut aufgehoben: Die andernorts gefürchteten scharfkantigen Korallen gibt es hier nicht. Besondere Windverhältnisse und Strömungen zaubern außerdem ausreichend hohe und stabile Wellen unter Ihr Surfbrett.

Beach Palikir-Pass (P-Pass) in Pohnpei, Mikronesien, wird Sie sowohl als Surf-Anfänger oder Fortgeschrittener packen. Wenn in Deutschland Winter ist, empfängt Sie am Beach P-Pass tropischer Sommer – genießen Sie die angenehmen Wassertemperaturen. Entspannung ist hier das Zauberwort: Diesen Strand müssen Sie nie mit sehr vielen Menschen teilen. Angenehm, um sich von der doch etwas strapaziösen Anreise zu erholen.

  • Beste Reisezeit: November bis April.

Der Beach Lance´s Right bei Sipora auf den Mentawais-Inseln in Indonesien ist für viele Surfer noch noch ein Geheimtipp. Er liegt etwas schüchtern und unverbraucht abseits der großen Touristenzentren. Die Bucht bietet Ihnen einen sehr verlässlichen Wellenzulauf. In der Umgebung von Lance´s Right finden Sie, was Ihr Fernwehherz begehrt: Malerische Küsten, versteckte Strände und paradiesische Wasserverhältnisse.

Das Mekka der Surfer-Szene: Hawaii

O’ahu ist eine der Hauptinseln von Hawaii. Auf ihr liegt die legendäre Hauptstadt Honolulu. Wenn der Winter Europa in eisigen Krallen hält, pilgern die Profis der Surfer-Szene genau hierhin. Höhepunkt ist Ende November der “Triple Crown of Surfing”. Dieser Wettbewerb zieht die Surfer an den legendären Sunset Beach. Hier tischt das Meer den Surfern Wellen bis zu 15 Metern und die berühmte “Banzai Pipeline” auf: Profis jagen, für Zuschauer etliche Sekunden nicht sichtbar, durch einen Wassertunnel über ein Korallenriff.

Anfänger und die etwas besseren Surfer, auch Intermediates genannt, finden auf O’ahu die entspannten Spots Laniakea, Ehukai und Castles.

Wellen auf Hawaii

Bildquelle: Pixabay/n4pgw

Auch, wenn Sie nicht surfen wollen, bietet Hawaii viele lohnende Ziele: Planen Sie einen Traumurlaub, den Sie Ihr Leben lang in Erinnerung behalten!