Der Bundesstaat Virginia liegt an der Ostküste der USA, ungefähr 500 Kilometer südlich von New York City.
Bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde die Gegend von den Powhatan-Indianern bewohnt. 1607 ließ sich dann der englische Siedler Christopher Newport hier nieder und gründete das Commonwealth von Virginia. Die Stadt Richmond entstand 1742, 40 Jahre später wurde sie zur Hauptstadt des Bundesstaates Virginia gekürt. Zu Anfang lebten nur knapp 250 Menschen hier, 100 Jahre später waren es bereits mehr als 100.000. Mittlerweile ist Richmond die Heimat von ungefähr 200.000 Amerikanern.
Die Stadt bietet ihren Besuchern viele interessante Sehenswürdigkeiten verschiedenster Art. Ein guter Start ist die Monument Avenue dies ist die einzige Straße der USA, die den Status des National Historic Markers (vergleichbar mit dem deutschen Denkmalschutz) besitzt. Sie wurde zwischen 1890 und 1922 erbaut und ist gesäumt von vielen historischen Häusern, Statuen und anderen Denkmälern. Besonders sehenswert ist die Skulptur zu Ehren von Jefferson Davis, der Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika war. Während des US-amerikanischen Bürgerkriegs war Richmond die Hauptstadt der Konföderation und es zeugen immer noch diverse Museen und Sehenswürdigkeiten von dieser Zeit.
Das American Civil War Center vermittelt seinen Besuchern dieses Kapitel der amerikanischen Geschichte. Das Center befindet sich auf dem Gelände der Tredegar-Metallfabrik, die während des Krieges Kanonen und weiteres Gerät herstellte. Das besondere an diesem Museum ist, dass hier Wert darauf gelegt wird, alle drei Sichtweisen auf die historischen Geschehnisse zu präsentieren: Die der Union, der Konföderation und der Afroamerikaner. So entsteht ein differenziertes Bild der amerikanischen Bürgerkriegsgeschichte sehr empfehlenswert!
Richmond ist stolz auf seine berühmten Söhne und Töchter, denn unter anderem wurden die Schauspieler Warren Beatty und Shirley McLaine sowie der Schriftsteller David Baldacci hier geboren. Kein Name wird jedoch so mit der Stadt verbunden wie der Edgar Allen Poes. Der Autor, möglicherweise der größte amerikanische Schriftsteller überhaupt, verbrachte einen Teil seines Lebens in Richmond. Bereits seit 1922 gibt es ihm zu Ehren das Edgar Allen Poe Museum in der Main Street. Ausgestellt werden hier Manuskripte, Bücher und persönliche Gegenstände des Dichters. Ganz nebenbei erfährt man einiges über das Richmond des frühen 19. Jahrhunderts.
155 km südöstlich von Richmond liegt Virginia Beach. Dieser Urlaubsort am Atlantik wird jedes Jahr von zigtausenden Gästen aufgesucht. Und das aus gutem Grund: Man kann sich hier, besonders natürlich im Sommer, sehr gut amüsieren und es gibt ein reichhaltiges Angebot an Freizeitaktivitäten. Egal, ob man Wale und Delfine beobachten, Angeln oder einfach nur am Strand liegen will, hier hat man die Möglichkeit dazu. Auch sonst gibt es hier viel zu sehen: Das Virginia Aquarium gilt als eines der größten und schönsten der gesamten USA. Unter anderem gibt es hier auch ein IMAX-3D-Kino und ständig wechselnde Ausstellungen. Wer das Landleben zu schätzen weiß, sollte dem Virginia Beach Farmers Market einen Besuch abstatten. Jeden Tag findet auf dem großen Platz an der Dam Neck Road ein großer Markt statt, auf dem Farmer aus der Umgebung ihre Erzeugnisse präsentieren. Von April bis Dezember gibt es hier außerdem Veranstaltungen mit Musik und Tanz.