Rhode Island, der kleinste Bundesstaat der USA, befindet sich an der Nordostküste des Landes. Offiziell trägt der Staat den ungewöhnlich langen Namen State of Rhode Islands and Providence Plantations und galt im 19. Jahrhundert als Domizil reicher Amerikaner. Rhode Island setzt sich aus dem flachen Land um die Narragansett Bay, verschiedenen Inseln, darunter Rhode, Conanicut, Prudence und dem westlichen Hügelland zusammen.
Einige der reichsten amerikanischen Familien im 19. Jahrhundert, wie den Vanderbilts, verbrachten die Sommermonate auf ihrem Anwesen in Newport, wahrscheinlich angezogen durch das milde Seeklima dieser Provinz. Das goldene Zeitalter und die Dekadenz der vergangen Tage spiegeln sich in der Einrichtung des Marble House wieder. Zur Sommerresidenz gehören ein Ballsaal und ein chinesisches Teehaus. Die wunderschönen und exklusiven Villen der Bellevue Avenue lassen sich bestens während eines Spaziergangs auf dem Cliff Walk entlang der Küste ansehen. Newport ist über zwei Brücken zu erreichen und liegt südlich von Providence, der Hauptstadt Rhode Islands. Im Hafen reiht sich eine schicke Yacht an die andere. Auch heute noch gilt diese Stadt als exklusiver Badeort und touristisches Zentrum von Rhode Island. Schlendern Sie durch den Süden der Stadt, werden Sie auf Buchhandlungen, Kunstgalerien und Antiquitätengeschäfte treffen.
Rhode Island bietet beste Shoppingmöglichkeiten. Nicht umsonst trägt sie den Beinamen Jewelry Capital of the World, Welthauptstadt des Schmucks.
Historische Gebäude lassen sich besonders im Norden der Narragansett Bay, in der Stadt Providence ausmachen. Fahren Sie entlang der Benefit Street und vorbei an 200 historischen Gebäuden. Nach dem Petersdom in Rom besitzt Providence die zweitgrößte, freitragende Kuppel der Welt. Das imposante State House besteht ganz aus weißem Marmor. Im Stadtzentrum zieren venezianische Brücken und Gondeln den Waterplace Park.
Fahren Sie einfach von Providence in nördlicher Richtung und besuchen Sie das urige Hafenstädtchen Pawtucket, das sich im Blackstone Valley befindet. Der Name steht für die indianische Bezeichnung Platz am Wasserfall. Hier wurden Sägemühlen und Textilfabriken durch Wasserkraft angetrieben. Die 1810 erbaute und restaurierte Wassermühle Wilkinson Mill tut noch heute ihre Dienste, wenn auch nur zur Demonstrationszwecken. Hier ist auch die erste mit Wasserkraft betriebene Baumwollspinnerei Amerikas, die Slater Mill, zu begutachten. Die einstigen Fabriken wurden in Outlet-Stores, Kunstgalerien und in Lofts für Künstler umgewandelt.
Block Island liegt vor der Küste Rhode Islands und zeichnet sich durch traumhafte grüne Hügellandschaften und majestätischen Klippen aus. Die Hotels im Stil der viktorianischen Bauart lassen die Eleganz der goldenen Ära wieder aufleben. Lange Küstenstreifen und eine Vielzahl von Süßwasserteichen sind die Hauptattraktionen dieser Insel.
Als Geheimtipp dürfte noch East Bay gelten. Die Region um die Städte Barrington, Bristol, East Providence und Warren lässt die koloniale Ära wiederauferstehen. Das Linden Place Museum in Bristol bietet neben Kunstwerken, antiken Möbeln, auch einen Skulpturen-Garten und üppige Rosensträucher. Das herrschaftliche Anwesen Blitheworld Mansion, Gardens and Arboretum befindet sich ebenfalls in Bristol und beherbergt 45 Räume mit überwiegend originalen Möbeln aus jener Zeit. Ein weitläufiges Areal an Landschaftsgärten, auf dem über 300 verschiedene Baum- und Strauchsorten wachsen, gehört ebenfalls zum Anwesen.